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Russland – Weit nach Sibirien

Russland – Weit nach Sibirien

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Morgens um 3 Uhr morgens wurden wir auf den Bahnhof gebracht um mit dem Zug weiter nach Omsk zu fahren. Die Uhr und Abfahrtszeit auf der Anzeigetafel sowie dem Ticket steht immer die Moskau Zeit angeschrieben. Abfahren tut der Zug allerdings nach Ortszeit. Nach ein paar Stunden Schlaf kamen wir doch schon bald in Omsk an. Etwas erstaunt sind wir, dass die Leute hier im Verhältnis zu Moskau recht gut Englisch können. Allerdings kann man in dieser Stadt nicht wahnsinnig viel machen und Sehen. Die Leute hier in Russland sind allerdings recht offen und Neugierig. Im Restaurant wo wir zu Mittag assen redete die Servierdame mit uns ein wenig.

Freitag abends ging unser Flieger nach Irkutsk über Novosibirsk. In der Hauptstadt von Sibirien war es doch erstaunlich warm. Wir verbrachten 6 Stunden im Transfer Terminal bevor wir um 2 Uhr morgens in den Flieger einsteigen konnten. In Irkutsk gelandet durften wir auch gleich im Hotel einchecken und legten uns noch kurz hin. Wir liefen durch den Central Market welcher erstaunlich gross war hier findet man Kleider, Lebensmittel und allerlei. Mittags sind wir etwas Essen gegangen und ich habe danach noch etwas die Stadt erkundet. An ein paar alten Holzhäuser und der Lenin Statue vorbei ging ich zum Quartier 130. Hier ist alles im alten Stil gebaut und eine Fussgängerzone. Nach einer Shoppingtour gönnte ich mir einen Kaffee und spazierte am Fussweg am schönen Fluss Angara entlang zurück zum Hotel. Abendessen gab es in der Belgischen Bier Bar. In einer anderen Baar ein paar Häuser weiter gab es gute Musik, erstklassische Drinks sowie eine wirklich gute Shisha.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf mit dem Olkhon Express auf die Insel wo wir die nächsten drei Tage verbringen dürfen. Die Fahrt war etwas holprig jedoch sehr kurzweilig. Nach der Fährenfahrt ging es die Schotterpiste weiter auf der Insel in unsere Unterkunft im Nikitas Homestead in Khushir. Wir richteten uns in unserer Unterkunft ein und genossen Bier und Tee in dem Kaffee bei der Unterkunft. Nach dem leckeren Abendessen ging ich noch Spazieren und entdeckte gleich wenige Meter von der Unterkunft den See sowie den Schamanenfelsen. Der Anblick war atemberaubend und um mir den Tag noch zu versüssen gab es einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Montags, an unserem ersten vollen Tag hier auf dem Eiland, wurden wir nach dem Frühstück abgeholt. Wir machten uns auf zu einer Farm etwas ausserhalb von Khushir. Dort wurden wir Kurs instruiert und mit dem Pferd vertraut gemacht bevor es auf eine zweistündige Reittour ging. Mein Pferd Rustal war sehr lieb und angenehm und so konnten wir die wunderschöne Landschaft am Baikalsee, welcher noch teils zugefroren ist bestaunen. Nach Mittagessen und Sport haben wir uns eine Banya, eine Russische Sauna für eine Stunde gebucht. Die Sauna war extrem heiss und roch fein nach Fichte. Wir machten mehrere Saunagänge und waren danach tiefenentspannt und einmal glücklich über die tieferen Temperaturen Sibiriens draussen. Nach einer kurzen Pause gab es eine Sibirische Massage. Diese tat sehr gut und nach diesem schönen Tagesprogramm konnte ich ganz entspannt einschlafen.

Nach dem Frühstück machte ich mich zu einer Tagestour in den Norden der Insel auf. An einem typischen Russischen 4×4 Wagen traf sich die Gruppe welche alle sehr aufgestellt waren. Während der Fahrt über die Schotterpisten wurden wir recht durchgeruckelt, konnten aber dank den Stopps viele schöne Orte der Insel bewundern. Mittags bereitete unser Fahrer das Mittagessen vor. Während dem konnten wir zum nördlichsten Punkt der Insel spazieren und die Landschaft mit den steilen Klippen und dem halb zugefrorenen See Bewundern. Der Baikalsee ist 636 km lang, 80 km breit und bis zu 1’642 m tief. Zu essen gab es Fischsuppe mit dem Baikal Fisch, ein Butterbrot und Lebkuchen für den Tee. Eine Typische Mahlzeit für diese Region.  Beim Sonnen schaffte ich es tatsächlich mir einen Sonnenbrand im Gesicht, hier mitten in Sibirien einzufangen. Nach dem Abendessen genossen wir noch mit ein paar aus der Gruppe den Sonnenuntergang am Schamanenfelsen.

Frühmorgens wurden wir mit dem Kleinbus abgeholt welcher uns retour nach Irkutsk brachte. Die sechsstündige Fahrt war recht holprig und lang. Der Fahrer fuhr doch recht knapp und schnell an den Kühen, welche die Strassenseite wechselte daran vorbei. Wieder im Hotel Irkutsk eingecheckt, machten wir uns bald zum Quartier 130 auf um etwas Abend zu essen. Der Schaschlickspiess war lecker und so bereiteten wir uns auf den morgigen 10 Stunden Flug nach St. Petersburg über Moskau vor.

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